Wenn im Herbst die Hirsche röhren ...

Jetzt ist die Zeit, in der man in den frühen Morgenstunden und in der Abenddämmerung dieses laute, tiefe, beeindruckende Röhren der Hirsche hören kann. Es ist Brunftzeit, noch bis Ende Oktober.
Mit diesem Röhren wollen diese großen Tiere die Damenwelt, also die Hirschkühe beeindrucken und gleichzeitig männliche Rivalen einschüchtern.
Kennt Ihr eigentlich die Geschichte um den 66Ender? - Nein? - Na dann lest weiter!
Die Gemeinde Briesen hat diesen berühmten Hirsch im Wappen. Aber warum?
Vorab - ein normaler Hirsch wird maximal 12 bis 14 Jahre alt. An seinem Geweih kann man 12 bis 14 Enden zählen, nicht mehr.
Der 66Ender war nun keinesfalls 66 Jahre alt. Eine Laune der Natur hat ihm dieses außergewöhliche Geweih mit 66 Enden verpasst. Und er lebte in den Wäldern um Briesen, Biegen und Kersdorf.
Erlegt wurde er am 18.September 1696 im Amt Biegen. Der Schütze war kein Geringerer als Kurfürst Friedrich III. von Brandenburg, der spätere König Friedrich der I. von Preußen.
Ihr müsst unbedingt die ausführliche Geschichte um das Ende dieses berühmten Hirsches nachlesen.
ist sie ausführlich und historisch korrekt dokumentiert.
Das Geweih des 66Enders, also die Trophäe, wie man auch sagt, befindet sich heute im Monströsensaal von Schloss Moritzburg bei Dresden.
Zu Ehren dieses kapitalen Rothirsches ließ Friedrich der I. von Preußen Jahre später im Jagdgebiet, in dem er das Tier erlegt hatte, ein Denkmal errichten. Ihr findet es im Wald neben dem Pflasterweg Richtung Kersdorf.
Vorschlag: Ihr macht eine schöne Herbstwanderung oder einen Fahrradausflug zur Kersdorfer Schleuse. Ihr besichtigt das Hirschdenkmal und ganz nebenbei sammelt Ihr Pilze. Denn noch ist Pilzzeit, jedoch nicht mehr lange.
23. Oktober 2026
























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