Keine Predigt, keine Kolumne ...



Einfach nur ein paar Gedanken zum Neujahrsmorgen 2021.


Es schneit. Das erste Mal in diesem Winter. Der Garten hat ein festliches, weißes Kleid angezogen. Es ist windstill und die Schneeflocken tanzen langsam zur Erde. Ich empfinde diesen Neujahrsmorgen als angenehm entschleunigend. Eine eigentümliche, feierliche Ruhe hat mich förmlich überfallen. Eine Ruhe, die mir seit Langem gefehlt hat. Und ich wünsche mir, dass sie lange Zeit anhält. Nicht nur, bis es aufgehört hat zu schneien - und die Mittagssonne das schöne Weiß wieder verschwinden lässt.

Schnee, dieser „langsame Schnee“ vermittelt ein beruhigendes Gefühl. Auch die „schnellen Ängste“ werden langsamer. Gibt es schnelle und langsame Ängste? Auch nur so ein Gefühl! Schnelle Ängste – damit meine ich, man steigert sich in eine gedankliche Katastrophe hinein und springt dann in die nächste und in die übernächste usw.


Vielleicht sollte man das öfter mal mit den vielen guten und schönen Dingen des Lebens machen. Ungerechterweise nimmt man die oft einfach so hin, als wären sie selbstverständlich.

Nähe ist gerade verboten. Aber man sehnt sich nach ihr. Oft ist es so, dass man sich nach Dingen sehnt, die man gerade nicht hat oder nie haben wird.

Ob es glücklich macht, wenn man alles, wonach man sich sehnt, bekommt - oder sich leisten kann? Keine Ahnung!

Ich habe viele Wünsche, die sich nicht erfüllen werden. Ich speichere sie unter Träume ab. Und manchmal begebe ich mich auf den Pfad der Träume …


Aber zurück zum Schnee! Deckt er gerade das alte Jahr 2020 zu? Mit einem weißen Laken?

Wenn ich jetzt sarkastisch werden würde, dann würde ich sagen: Ein schwarzes Laken wäre für dieses vergangene Jahr angebrachter.


Viele offene Fragen? Die Antworten sollte jeder für sich ganz alleine finden.


Hoffen wir auf 2021!


Ich wünsche uns allen ein gesundes und glückliches neues Jahr …





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