Buch-Tipp ...


Smilla ist eine junge Grönländerin. Wie viele Grönländer, die ihrer Heimat den Rücken gekehrt haben, lebt sie in Kopenhagen. Aber im Herzen sind diese Menschen alle Grönländer geblieben – auf fast magische Weise verbandelt mit Eis, Schnee und Frost.

Soviel Kälte kann man ganz sicher nur mit dieser intensiven inneren Wärme leben, die der Leser in der Person der Smilla hautnah erfährt.

Als ein kleiner Junge vom Dach eines Hauses stürzt und stirbt, stellt Smilla eigene Nachforschungen an. Sie kannte den Jungen gut, beide wohnten in diesem Haus. Sie glaubt nicht, dass es ein Unfall war. Die Spuren führen nach Grönland ins ewige Eis, in Schnee und Kälte.

Der Buchautor, Peter Hoeg, Jahrgang 1957, ist Däne. Er studierte Literaturwissenschaften, war Schauspieler und Tänzer an dänischen und schwedischen Bühnen. Mit Smilla schuf er eine Frauengestalt, die den Leser schon nach wenigen gelesenen Seiten bindet, ihn nicht mehr loslässt und mit ihrem eigenwilligen spröden Charme und ihrer Sprache verzaubert.

Der Roman „Fräulein Smillas Gespür für Schnee“ wurde erstmalig 1992 veröffentlicht und immer wieder neu aufgelegt.

Die „Zeit“ schreibt über den Roman und seine Hauptakteurin: „Smilla – Glaziologin, Misanthropin, Racheengel, Emma Peel und Jeanne d’Arc, Rambo und Greenpeace-Vorkämpferin in einer Person, sarkastisch, gelegentlich sentimental, mit Klugheit geschlagen…“

Der Stoff über die junge Grönländerin wurde verfilmt und auch im deutschen Fernsehen gesendet. Die Hintergrundthematik stellt mit etwas Phantasie einige Parallelen zur heutigen Zeit dar.

Es geht um einen Parasit, einen Polarwurm, den es seit Jahrhunderten gibt und der nur in bestimmten Tieren zu finden ist, Tieren die im Polarkreis leben.

Seit einer fragwürdigen Expedition wird er nicht nur in Tieren, sondern auch in Menschen gefunden. Natürlich wird das streng geheim gehalten, denn Ausmaß und Folgen sind nicht abzusehen.

Arte strahlt die Verfilmung von "Fräulein Smillas Gespür für Schnee" am 10. April 2020 um 13.45 Uhr aus - einen spannenden Thriller.

Aber ich persönlich ziehe das Buch von Peter Hoeg, dem Film vor.

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© 2014 Rita Kahnt