Ganz nebenbei ...

Wir haben heute den 08. August 2017, eigentlich Hochsommer. Findet Ihr nicht auch, dass man schon ein klein wenig die Vorboten vom Herbst spürt?

Ich stelle mein Gedicht vom letzten Augustsonntag etwas verfrüht ein, ich finde es passt schon.

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Letzter Sonntag im August

Der Sommer wirft schon lange Schatten

auf Gartenwege und Rabatten.

Kein Vogel stört die Sonntagsstille,

kein Straßenlärm und keine Grille.

Ich sitze unterm Apfelbaum.

Ach stiller Tag, ich hör Dich kaum!

Ich spür Dich nur, so warm und nah,

denn Sommer ist noch immer da.

Lass uns ins Blau des Himmels schauen,

vielleicht ´ne weiße Wolke klauen,

auf der wir dann ein Stück weit gleiten,

in Sommerwelten, Sonnenseiten.

Wir werden durch die Wälder streifen,

ins Kraut der Heidelbeeren greifen,

mit blauen Mündern uns dann küssen.

„Ach Sommer, werd ich Dich vermissen!“

Den letzten Sonntag im August,

den leben wir heut ganz bewusst,

als würde er nur uns gehören,

denn Heute wird nie wieder kehren.

Ich seh Dich, Wein und Gläser bringen,

ich hör Dich, „Lazy Sunday“ singen.

Und zwischen Sommerblütentrauben

lach ich Dich an aus Sonntagsaugen.

Als wär’s der letzte Tag von allen,

bevor die langen Schatten fallen,

bevor am Baum die Äpfel reifen

und kühle Nächte nach uns greifen.

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© 2014 Rita Kahnt