Kalenderblätter


Der Scharmützelsee im Herbst hat einen ganz eigenen Reiz. Und vor allem spürt man jetzt hier eine herrliche Ruhe. Spaziergänger trifft man kaum. Aber man hat ganz intensive Begegnungen mit der Natur, die man so niemals im Sommer erlebt.

Scharmützelsee-Herbst

Auf seinen Wellen tanzen Blätter,

in Böen weht Novemberwind.

Nicht jeder mag das raue Wetter,

wo wohl die Sommerstunden sind.

Nur grauer Dunst und Nebelschwaden,

ganz selten nur ein Sonnenstrahl.

Die braunen Enten sieht man baden

und friert beim Hinschauen jedes Mal.

Man denkt an Grog und heißen Kaffee,

an Punsch und Feuer im Kamin.

Und ins Gesicht stiebt nasser Schnee,

die letzten Gänse südwärts ziehen.

Die Wärme hat man nur im Herzen,

den Herzschlag hört man doppelt laut.

Der Abend graut, es leuchten Kerzen,

der Wind ist endlich abgeflaut.

Auch wenn wir sie nicht haben wollen,

die trübe Stimmung ist jetzt da.

Und die Scharmützelwellen rollen

ans Ufer - ewig, Jahr um Jahr.

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© 2014 Rita Kahnt